Glossar: Von Blog bis Wiki.
- Blog
- definition:öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal im Internet
...Ein Weblog ist ein auf einer Webseite geführtes und damit öffentlich einsehbares Tagebuch oder Journal. Häufig ist ein Blog „endlos“, d. h. eine lange, abwärts chronologisch sortierte Liste von Einträgen, die in bestimmten Abständen umbrochen wird.
Ein Blog ist ein für den Herausgeber („Blogger“) und seine Leser einfach zu handhabendes Medium zur Darstellung von Aspekten des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrungen als auch der Kommunikation dienen.
Im Unternehmen eingesetzt vermitteln sie nach Innen wie nach Außen persönliche Verbindlichkeit zu besonders relevanten Themen. Blogs sind als digitaler Arm des Corporate Publishing eine starke, vertrauensbildende Maßnahme. Und das nicht nur in Krisenzeiten.
- Collective Intelligence
- definition:intelligente Verhaltensweisen der sozialen Gemeinschaft
...wird als ein spontanes Phänomen beschrieben. Kommunikation und spezifische Handlungen von Individuen können intelligente Verhaltensweisen der sozialen Gemeinschaft hervorrufen. Die Entscheidungsfindung geschieht gemeinsam und konsensbasiert.
Das Internet vereinfacht wie nie, dezentral verstreutes Wissen der Menschen zu koordinieren und so deren kollektive Intelligen
- Crowdsourcing
- definition:Auslagerung auf die Intelligenz und die Arbeitskraft einer Masse von Freizeitarbeitern im Internet
...bezeichnet im Gegensatz zum Outsourcing nicht die Auslagerung von Unternehmensaufgaben und -strukturen an Drittunternehmen, sondern die Auslagerung auf die Intelligenz und die Arbeitskraft einer Masse von Freizeitarbeitern im Internet.
Eine Schar kostenloser oder gering bezahlter Amateure generiert bereitwillig Inhalte, löst diverse Aufgaben und Probleme oder ist an Forschungs- und Entwicklungsprojekten beteiligt.
Es kann auch als Form des Electronic Commerce stattfinden und wird in diesem Zusammenhang als Social Commerce bezeichnet. Dabei werden Kunden eines Anbieters zu "persönlichen Filtern anderer Kunden" und helfen diesen das bestmögliche Angebot zu finden.
- Empowerment
- definition:Prozess der Selbstbemächtigung als auch die professionelle Unterstützung der Menschen
...bezeichnet Strategien und Maßnahmen, die geeignet sind, den Grad an Autonomie und Selbstbestimmung im Leben der Menschen zu erhöhen und ihnen zu ermöglichen, ihre Interessen (wieder) eigenmächtig, selbstverantwortlich und selbstbestimmt zu vertreten und zu gestalten.
- Enterprise 2.0
- definition:deutsch "Unternehmen 2.0"
...bezeichnet den Einsatz von Social Software zur Projektkoordination, zum Wissensmanagement und zur Innen- und Außenkommunikation in Unternehmen. Diese Werkzeuge fördern den freien Wissensaustausch unter den Mitarbeitern, sie erfordern ihn aber auch, um sinnvoll zu funktionieren.
Der Begriff umfasst daher nicht nur die Tools selbst, sondern auch eine Tendenz der Unternehmenskultur – weg von der hierarchischen, zentralen Steuerung und hin zur autonomen Selbststeuerung von Teams, die von Managern eher moderiert als geführt werden.
- On-Demand
- definition:deutsch „auf Anforderung“, „bei Bedarf“
...(deutsch „auf Anforderung“, „bei Bedarf“) ist ein Begriffszusatz für Dienstleistungen, Waren oder ähnliches, der auf eine zeitnahe Erfüllung von Anforderungen bzw. Nachfragen hinweisen soll. Die On-Demand-Systeme und -Prozesse müssen flexibel angelegt sein, da sie häufig Echtzeitforderungen unterliegen.
On-Demand-Systeme in der Produktion bedeuten, dass Kunden/Abnehmer einen kontrollierten Durchgriff auf das Fertigungssystem haben. Einher geht eine Reduktion der Lagerhaltung des fertigen Produkts, im günstigsten Fall bis auf Null.
- Open Innovation
- definition:Öffnung des Innovationsprozesses von Unternehmen
...ist die Öffnung des Innovationsprozesses von Unternehmen und damit die aktive strategische Nutzung der Außenwelt zur Vergrößerung des eigenen Innovationspotentials. Diese Öffnung kann auf die erhöhte Geschwindigkeit des Wirtschaftsgeschehens zurückgeführt werden.
Als maßgeblich treibende Faktoren werden steigender Wettbewerbsdruck durch die Globalisierung, kürzere Produktlebenszyklen und damit höherer Innovationsdruck definiert.
- Peer-2-Peer
- definition:engl. peer für „Gleichgestellter“, „Ebenbürtiger“
...(engl. peer für „Gleichgestellter“, „Ebenbürtiger“) ist ein Prinzip der Informationstechnologie, der mittlerweile auch auf die Menschen übertragen in der Soziologie Verwendung findet. Rechner-Rechner-Verbindung sind synonyme Bezeichnungen für eine Kommunikation unter Gleichen, hier bezogen auf ein Netzwerk von Computern.
In einem Peer-to-Peer-Netz sind alle Computer gleichberechtigt und können sowohl Dienste in Anspruch nehmen als auch Dienste zur Verfügung stellen. Die Computer können als Arbeitsstationen genutzt werden, aber auch Aufgaben im Netz übernehmen.
- Post
- definition:Web 2.0-Anwendung
...sind häufige Web 2.0-Anwendungen. Wenn Sie die Meinung Ihrer Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und Beobachter noch aktiver für Ihre Unternehmens- und Produktgestaltung einbeziehen wollen, dann eröffnen Sie Ihnen die Möglichkeit für Posts und Rankings. Das schützt Sie zwar nicht vor Fehlgriffen, erhöht Ihre Entscheidungssicherheit aber drastisch.
- Rankings
- definition:Web 2.0-Anwendung
...sind ideal, um den Informationsdschungel des Internet effizient zu durchqueren. Quasi als Abfallprodukt entstehen in und durch Wikis, Blogs, Tags, Posts und Rankings personalisierte, für jeden einsehbare verschlagwortete Linklisten (Social Bookmarks) und Nachrichtenticker (News Feeds), die alle Beteiligten auf dem Laufenden halten.
- Social Commerce
- definition:deutsch "Empfehlungshandel"
...(Empfehlungshandel) bezeichnet eine konkrete Ausprägung des elektronischen Handels, bei der die aktive Beteiligung (z. B. Kommunikation untereinander) der Kunden und die persönliche Beziehung der Kunden untereinander im Vordergrund stehen.
Als zentral können Beteiligungen der Kunden am Design, Verkauf und/oder Marketing, z. B. über Kaufempfehlungen oder Kommentare anderer Kunden gesehen werden.Ein anderes Beispiel sind Social Commerce Portale, auf denen Händler und Produkte bewertet werden können. Auf diese Weise wird anderen Nutzern Hilfestellung bei der Suche nach Produkten und Dienstleistungen gegeben.
Darüber hinaus ist es auch ein Kennzeichen des Social Commerce, dass man selbst Produkte gestalten und über Shopsysteme in privaten Homepages vertreiben kann.
- Social Networking
- definition:Gemeinschaftsportal bzw. Online-Kontaktnetzwerk
...Ein Gemeinschaftsportal bzw. Online-Kontaktnetzwerk ist eine Web 2.0 Anwendung, das ein „Freundenetzwerk“ als virtuelles Interaktionsgeflecht darstellt. Benutzer solcher Webseiten können in der Regel ein persönliches Profil von sich entwerfen, um so den öffentlichen Eindruck zu schärfen.
Außerdem stehen Ihnen normalerweise viele weitere Features zur Verfügung, wie etwa die Möglichkeit, ein Blog zu schreiben, kreative, eigene Profile zu entwickeln, Videos und Fotos hochzuladen oder auf vielfältige Weise mit anderen Usern zu interagieren.
- Social Software
- definition:Modewort für Software
...ist ein Modewort für Software, die der menschlichen Kommunikation und der Zusammenarbeit dienen. Das Schlagwort „Social Software“ ist um 2002 in Zusammenhang mit neuen Anwendungen wie Wikis und Blogs aufgekommen; kann aber auch ältere Dienste bezeichnen. Den Systemen ist gemein, dass sie genutzt werden, um Gemeinschaften aufzubauen und zu pflegen, und zwar in aller Regel über das Internet; zudem entwickeln sie sich teilweise selbstorganisiert.
- Tag Cloud
- definition:Visualisierungen von Schlagworten
...sind Visualisierungen von Schlagworten. Auf vielen Websites ist das ein grafischer Eyecatcher. Anhand groß oder klein geschriebener Begriffe wird aufgezeigt, welche Themen bei den Besuchern der Site mehr oder weniger Interesse wecken. Was heißt: Diese Begriffswolke wäre als Eyecatcher allein viel zu schade, sie ist Marktforschung pur.
- Tagging
- definition:deutsch "Verschlagwortung"
...ist eine Form der freien Verschlagwortung im Internet, bei der Nutzer von Inhalten die Schlagwörter mit Hilfe verschiedener Arten von Social Software ohne Regeln zuordnen. Die hierbei vergebenen freien Schlagwörter werden als "tags" bezeichnet. Mehrere "tags" können zusammen als TagCloud (Wortwolke) visualisiert werden.
- User Generated Content
- definition:nutzergenerierte Inhalte
...(UGC) steht für Inhalte, die nicht vom Anbieter eines Webangebots, sondern von dessen Nutzern erstellt werden. Beispiele sind Kommentarfunktionen in Blogs, Videoportale, Webforen oder das Usenet. Mit Wikis können Ad-hoc-Autorenteams gegründet werden, mit Podcasting können Audio- oder Videodateien über das Internet produziert und angeboten werden.
Obwohl es nutzergenerierte Inhalte im Internet schon lange vor dem World Wide Web gegeben hat, ist der Begriff „User Generated Content“ erst im Zusammenhang mit dem Begriff Web 2.0 entstanden.
- Web 2.0
- definition:eine Reihe interaktiver und kollaborativer Elemente des Internets
...steht seit 2004 für eine Reihe interaktiver und kollaborativer Elemente des Internets, speziell des WWW. Der Begriff „Web 2.0“ bezieht sich primär auf eine veränderte Nutzung und Wahrnehmung des Internets. Hauptaspekt: Benutzer erstellen und bearbeiten Inhalte in quantitativ und qualitativ entscheidendem Maße selbst. Mit Hilfe von Social Software vernetzen sie sich zusätzlich untereinander.
Im Marketing bezeichnet „Web 2.0“ das Zusammenwirken verschiedener Methoden und Werkzeuge und eine vermutete soziale und wirtschaftliche Entwicklung.
Aus technischer Sicht steht „Web 2.0“ oft für eine Kombination der bereits Ende der 1990er Jahre entwickelten Methoden, die erst jetzt durch die große Zahl breitbandiger Internetzugänge weltweit und allgemein verfügbar sind.
- Wiki
- definition:Hawaiisch für „schnell“
...(Hawaiisch für „schnell“), seltener auch WikiWiki oder WikiWeb genannt, ist eine Software und Sammlung von Webseiten, die von den Benutzern nicht nur gelesen, sondern meist auch direkt online geändert werden können. Wikis ermöglichen es verschiedenen Autoren, gemeinschaftlich an Texten zu arbeiten.
Ziel eines Wikis ist es im Allgemeinen, die Erfahrung und den Wissensschatz der Autoren kollaborativ in Texten auszudrücken. Diese internetbasierten Lexika können sowohl Unternehmensenzyklopädien sein, als auch Manuals zur schnellen und einfachen Beantwortung spezifischer Themenstellungen.
Sie sind dynamische Informationspools, die dezentral stationiertes internes und externes Wissen zentral erweitern, organisieren, bündeln und vermitteln. Das erspart eine Menge Zeit, Meetings, Telefonate, E-Mails und Blackberry-Gedaddel.